Die Strafen variieren von der Weisung bis zum Jugendarrest.

Maßgebliches Kriterium bei der Auswahl der angemessene Strafe ist, dass sie stets so zu bemessen ist, dass die erforderliche erzieherische Einwirkung möglich ist. Der Erziehungsgedanke soll dabei im Vordergrund stehen.

Das Jugendgerichtsgesetz sieht zunächst Erziehungsmaßregeln vor, mit dem Ziel der Verhinderung künftiger Straffälligkeit. Darunter fallen Weisungen ( Gebote und Verbote) und Anordnungen, Hilfe von Erziehung in Anspruch zu nehmen.

Wenn Erziehungsmaßregeln nicht mehr ausreichen, muss der Jugendliche mit der Verhängung von Zuchtmitteln oder als gravierendstes Mittel mit Jugendstrafe rechnen.

Zuchtmittel sind die Verwarnung, die Verhängung von Auflagen oder Jugendarrest.

Jugendstrafe als äußerstes Mittel kommt bei schädlichen Neigungen des Jugendlichen oder wegen der Schwere der Schuld in Betracht.