Urteile

Elternrecht des nichtehelichen Vaters

Es verletzt das Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes aus Art. 6 Abs. 2 GG, dass er ohne Zustimmung der Mutter generell von der Sorgetragung für sein Kind ausgeschlossen ist und nicht gerichtlich überprüfen lassen kann, ob es aus Gründen des Kindeswohls angezeigt ist, ihm zusammen mit der Mutter die Sorge für sein Kind einzuräumen oder ihm anstelle der Mutter die Alleinsorge für das Kind zu übertragen.

BVerfG vom 21. Juli 2010 - 1 BvR 420/09 -

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Schenkung und Scheidung

Die Ex-Schwiegereltern können von ihrem Ex-Schwiegersohn oder Ex-Schwiegertochter Schenkungen bei einem Scheitern der Ehe leichter zurückverlangen.

BGH v. 3.2.2010 - XII ZR 189/06

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Kirche kündigt wegen zweiter Ehe

Kirchliche Arbeitgeber sind bei zweiter Eheschließung eines Mitarbeiters nicht in jedem Fall zur Kündigung berechtigt

LAG Düsseldorf 1.7.2010, 5 Sa 996/09

Sieht der Arbeitsvertrag mit einem kirchlichen Arbeitgeber die Einhaltung der katholischen Glaubens- und Sittenlehre vor, so kann die zweite Eheschließung eines Arbeitnehmers zwar grundsätzlich eine Kündigung rechtfertigen. Etwas anderes gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber mit protestantischen Mitarbeitern gleichlautende Arbeitsverträge abgeschlossen hat, diesen aber im Fall einer zweiten Eheschließung nicht kündigt. In diesem Fall verletzt die Kündigung den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz.

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Das Familiengericht

Die Aufgaben des Familiengerichts

Das Familiengericht ist eine spezialisierte Abteilung des Amtsgerichts. Hier geht es um Ehescheidung und die mit der Scheidung zu regelnden um Kinder, Unterhalt, Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleich, Folgesachen, Wohnungszuweisung und Hausratsteilung.

Das Familiengericht ist auch zuständig für den Entzug der elterlichen Sorge, wenn Eltern ihren Erziehungspflichten schuldhaft oder auch unverschuldet nicht nachkommen. 

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