Urteile Betriebs-/Personalrat

Kürzung von Arbeitszeitguthaben unzulässig

Die einseitige Kürzung von Arbeitszeitguthaben oder die Verrechnung von Minusstunden durch den Arbeitgeber ist unzulässig. Er braucht dafür die Zustimmung der Beschäftigten oder des Betriebsrates (Betriebsvereinbarung) oder der Tarifpartei (Tarifvertrag).

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Mehr Kontrollmöglichkeiten durch neuen Anlegerschutz

Abdruck des Schwerpunktthemas in CUA Heft 3/2012 Seite 20 ff.

- Künftiges Register für Anlageberater, Vertriebs- und Compliance-Beauftragte - 

Ein Aufgabenfeld für Betriebs- und Personalräte

 

Keine 420.000,- € Schadenersatz

Kein Schadensersatz für Betriebsrätin wegen Mobbings

Das ArbG Wuppertal hat entschieden, dass eine ehemalige Betriebsrätin keine Entschädigung und Schmerzensgeld in Höhe von 420.000 Euro wegen Mobbings verlangen kann.

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BEM - volles Info-Recht für BR

Betriebliches Eingliederungsmanagement (bEM) - umfassendes Überwachungsrecht des Betriebsrats. Unternehmen muss alle Beschäftigten namentlich benennen, die für die Durchführung des bEM in Betracht kommen. Dem Überwachungsrecht des BR stehen weder datenschutzrechtliche, noch europarechtl. Argumente entgegen.

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Leiharbeitnehmer und Sozialplanpflicht

Leiharbeitnehmer werden von dem Betriebsrat im Entleiherbetrieb mit vertreten. Sie dürfen diesen wählen. Sie zählen aber nicht mit, wenn es um die Berechnung der Betriebsratsgröße (§ 9 BetrVG) geht. Daher war es doch ziemlich überraschend, dass das BAG im Oktober 2010 entschied, dass die Leiharbeitnehmer bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl nach § 111 BetrVG zur Sozialplanpflicht bei Betriebsänderungen wieder mitzählen.

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Leistungsprämien auch für Personalräte

Leistungsprämien können auch an freigestellte Personalratsmitglieder gezahlt werden. Aus § 46 des Bundespersonalvertretungsgesetzes, der die Rechtstellung von Personalratsmitgliedern regelt, folgt nach Angaben der Bundesregierung nicht, "dass die Gewährung von Leistungsprämien an Personalratsmitglieder generell ausgeschlossen wäre".

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Fremdvergabe rechtfertigt Kündigung nicht!

Ein Unternehmen hatte die unternehmerische Entscheidung getroffen, Reinigungsarbeiten nicht mehr selbst zu betreiben, sondern per Fremdvergabe auszulagern. Gegenüber den nicht mehr tarifvertraglich ordentlich kündbaren eigenen Reinigungskräften wurde die außerordentliche Kündigung ausgesprochen.

Das LAG hält die Kündigungen für unwirksam. Das Unternehmen könne sich wie bei anderen Verträgen von seiner Vertragsbindung gegenüber den Beschäftigten nicht einfach lossagen. Es muss bereits bei der unternehmerischen Konzepts die Unkündbarkeit der Reinigungskraft berücksichtigen.

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Schadensersatz wegen rechtswidriger Beförderungsverweigerung

Ein Beamter kann Schadensersatz verlangen, wenn er in einem Personalauswahlverfahren eine ernsthafte Chance auf Beförderung hatte und diese Chance durch die rechtswidrige Handhabung des Verfahrens zunichte gemacht worden ist. Vorausgesetzt er hat gegen die Auswahlentscheidung geklagt zu. So das Bundesverwaltungsgericht am 26.01.2012.

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Interessenabwägung Teil der BR-Anhörung

Der Arbeitgeber muss dem Betriebsrat im Rahmen der Anhörung vor einer außerordentlichen Tat- oder Verdachtskündigung alle be- und entlastenden Umstände mitteilen. Hierzu gehören auch die Umstände, aufgrund derer der Arbeitgeber es für unzumutbar hält, den Arbeitnehmer zumindest bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist weiterzubeschäftigen.

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Versetzung von Streikbrechern ohne Mitbestimmung

Bei einem Streik in einem Unternehmen, dass mehrere Betriebe und Betriebsräte hat, darf laut BAG der Arbeitgeber Streikbrecher versetzen ohne der Betriebsrat vorher zu fragen.

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