Urteile

Musik in Praxis ohne GEMA

Zahnarzt darf in der Praxis Musik abspielen, ohne dafür eine Vergütung an die GEMA zu zahlen.

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Teure Karten

Kosten einer Kartenlegerin sind grundsätzlich zu bezahlen

- Wenn nicht eine Notsituation ausgenutzt wurde, kann sich jeder verpflichten das Kartenlegen als Lebensberatung in Anspruch zu nehmen und muss dafür zahlen (hier: mehr als 35.000,- €) -

OLG Stuttgart v. 05.05.2011 7 U 35/11

 

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Keine Gebühren für Darlehnskonten

Bankklausel "Kontoführungsgebühren für Darlehenskonten 12,00 Euro pro Jahr" gegenüber Verbrauchern unwirksam

OLG Karlsruhe vom  09.02.2011

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Unbestimmte Lieferfrist

Zu unbestimmte Lieferfrist in Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch Formulierung "Versand normalerweise in 2 Werktagen"  

In seinem Urteil vom 07.08.2008 (2-18 O 242/08) hat das OLG Frankfurt a.M. entschieden, dass eine Formulierung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen: "Versand normalerweise in 2 Werktagen" einen Verstoß gegen § 308 Nr.1 2. Alt. BGB darstellt, denn die damit festgelegte Lieferfrist ist nicht hinreichend bestimmt. Der Begriff "normalerweise" ist genauso unbestimmt wie die Formulierung "in der Regel", da der Kunde nicht die Möglichkeit hat, das Ende der Lieferfrist selbst zu erkennen und zu berechnen.

Tipp:

Sofern, wie hier, Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen für unwirksam erklärt werden, bleibt  der Vertrag im Übrigen – ohne diese Klausel – wirksam. Allerdings ist es für den juristischen Laien kaum selber richtig einzuschätzen, welche Vereinbarungen wirksam oder unwirksam sind.

Wenn Sie Fragen dazu haben: Wir beraten Sie gerne und informieren Sie gerne vorab auch telefonisch über die Kosten, die hierfür anfallen.

 

No Alk tonight

Bundesverfassungsgericht - Pressestelle -

Pressemitteilung Nr. 92/2010 vom 12. Oktober 2010 

Beschluss vom 29. September 2010  

– 1 BvR 1789/10 –

Erfolglose Verfassungsbeschwerde einer Tankstellenpächterin gegen das nächtliche Alkoholverkaufsverbot in Baden-Württemberg

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Widerruf im Fernabsatzgeschäft

Widerruf im Fernabsatzgeschäft: Keine Belastung des Verbrauchers mit den Kosten für die Zusendung der Ware. Versandkosten sind zu ersetzen!

Ein Verkäufer von Waren im Fernabsatzgeschäft darf einen Verbraucher nicht mit den Versandkosten für die Hinsendung der Ware an den Verbraucher belasten, wenn dieser von seinem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch macht.

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Currywurst

Keine Verwechslungsgefahr bei "Curry 36" und "Curry 66"

Bei einem Streit um die Firmenbezeichnung ging es um die Wurst, die Currywurst

Das Landgericht Berlin entschied, dass beide Firmen ihren Namen behalten dürfen. Ein Verwechslungsfgefahr besteht nicht, da sich auch andere Imbissbuden mit der Bezeichnung "Curry" plus Hausnummer etabliert hätten.

LG Berlin v. 3.11.2010 - 97 O 149/10 (7.3.2011 veröffentl.)

 

Unisextarife

Unisextarife für alle Versicherten

Unterschiedliche Tarife und damit Kosten bei Versicherungen verstoßen gegen das Gleichbehandlungsgebot. Das Geschlecht allein darf nicht als Risikofaktor angesehen werden. So der Europäische Gerichtshof am 1.März 2011

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Test Wasserbett

Test eines Wasserbettes erlaubt!

In seinem Urteil vom 3. November 2010 (Az. VIII ZR 337/09) hatte der BGH darüber zu entscheiden, ob der Käufer eines Wasserbettes, den gesamten Kaufpreis zurückverlangen kann wenn er den Kaufvertrag innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist widerruft oder aber Wertersatz leisten muss weil er das Bett aufgebaut und die Matratze mit Wasser gefüllt hatte.

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